In
der Gegend von Murcia, mitten im Tal der Sierra von Ricote entspringt
die Heilwasserquelle von Archena. Die ersten Nutzer der warmen Quellen
waren sehr wahrscheinlich die iberischen Bewohner, die sich circa
im 5. Jahrhundert vor Christus in Archena niedergelassen hatten.
Nach der Eroberung Hispaniens durch die Römer wurden hier Thermen
eingerichtet und die römische Badekultur nahm Einzug in Archena.
Die warmen Quellen wurden häufig als heilig betrachtet, denn durch
sie zeigte sich die heilende und wohltuende Kraft der Götter. Der
Orden des Heiligen Johannes aus Jerusalem erweiterte im Mittelalter
die Bäderanlagen und benutzte sie für die Genesung seiner verwundeten
Soldaten. Im Jahre 1785 ordnete König Carlos III. eine umfangreiche
Sanierung des Kurortes an, da viele Einrichtungen durch den Anstieg
des Segura Flusses beschädigt worden waren. Im 18. Jahrhundert gewann
Archena als Kurort immer mehr an Bedeutung: Die Besucherzahlen nahmen
zu und dank König Fernando VII. wurden erneut Renovierungsarbeiten
aufgenommen und eine Straße verband die Stadt mit den Thermalanlagen.
Heute präsentiert sich die Kuranlage in idyllischer Lage, umgeben
von einer üppigen Vegetation am Fluß Segura mit Zitronen- und Apfelsinenbäumen,
Palmen, Eukalyptus und Pinien.
Berühmte
Persönlichkeiten wurden von der Schönheit, dem Erfolg der Behandlungen
und der Qualität der Thermalanlage angezogen: Carmen Martín Gaite,
Manuel Vazquez Montalbán, Sanchez Dragón und Richter Garzón sind
einige der prominenten Besucher Archenas. Das schwefelwasserstoffreiche
Thermalwasser sprudelt mit einer Temperatur von 52° C hervor und
wird für eine breite Palette von Inhalationsbehandlungen angewendet.
Das moderne Gesundheitszentrum mit der ausgezeichneten Thermalanlage
ist über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt und fügt sich so in
die Reihe der "Royal Spas of Europe".
Archena
ist ein hervorragender Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Ausflugszielen.
Die Stadt Murcia ist nur 25 Kilometer entfernt: Einen Besuch wert
ist die Kathedrale und das Theater Romea mit dem neuen Konzertsaal.
Eine Stunde Fahrtzeit mit dem Pkw und man erreicht Mar Menor: Hier
bietet sich der Ausblick auf zwei Meere gleichzeitig - das Mittelmeer
und das Mar Menor. Das Tal von Ricote wartet mit einer großartigen
Landschaft und Dörfern auf, die den maurischen Einfluß widerspiegeln.
Gleich ob man in Ojos, Ulea, Villanueva, Blanca oder Abaran Halt
macht, die spanischen Tapas sollte man auf jeden Fall kosten.