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Radtouren durch den VenetoIn Richtung Lagune
Villentour von Strà über Oriago nach Fusina
Die Umgebung
Die Zusammenstellung dieser Fahrradtour ist individueller als
die Bootsfahrt auf dem Fluß Brenta von Padua nach Venedig. Mit
dem Fahrrad sind wir ungebunden: deshalb empfehlen wir alle in
der Nähe befindlichen Villen zu besichtigen. Man glaubt sich in
vergangene Zeiten zurückversetzt.
Veranstaltungen
Mira: Handwerksmesse (Mitte September). Marathonlauf am
Küstenstrich (erster Sonntag Oktober)
Wein- und
Speisespezialitäten
Schon die venetischen Adeligen aus den vergangenen
Jahrhunderten liebten gut zu speisen; sie bevorzugten Speisen mit
einem deftigen, orientalischen Geschmack, die von den fruchtbaren
Feldern kamen und in Keramikschüsseln auf Spitzentischtüchern
serviert wurden. Auch Geflügel (Gänse aus Polverara) wurde
gerne gegessen. Weiter Speisen: "risi e bisi" (Reis mit
Erbsen), Gans, Bandnudeln in Entenbrühe, Schleie aus dem Kanal
Bacchiglione, "risotto con i rovinossi", Kapuan.
Nachspeisen: "pinza", "fugazza",
"smegiazza"; köstlich sind die weißen
Schokoladentrüffel, Würste und die "torresani" am
Spieß. Weine: Pinot, Sauvignon, Moscato, Cabernet, Merlot.
Die venezianischen
Villen
Kein anderer Kanal war so beliebt wie der Brenta-Kanal, denn
die Venezianer liebten es, anstatt in die Dolomiten zu fahren, in
der Nähe ihrer Schätze zu bleiben und hier an dem 30 km langen
Fluß ihren Urlaub zu verbringen. Mit dem Fahrrad atmen wir eine
ländliche Luft, in der man den Geist des Schriftstellers Goldoni
spürt. Entlang dem fischreichen Ufer begegnen wir auf dieser
Reise Hunderten von Villen aus dem 16. Jh. und Gärten mit Palmen
und Granatapfelbäumen. Diese Villen bestanden aus einem Hof und
Laubengang auf der Vorderseite, durch deren hohe Glastüren man
in das Erdgeschoß gelangte, einem zentralen Raum im Inneren mit
venezianischem Fußboden aus rötlichem "Granulator",
der die Feuchtigkeit des Untergrundes absorbierte: an der Decke
hing ein Kronleuchter aus Muraner Glas, dekoriert mit
Blumenstengeln und Blättern in den Farben Rosa und Grün-Gelb.
Viele Villen besaßen eine Balkon im ersten Stock und einen
Brunnen im Vorderhof; all dies inspirierte das Bühnenbild
venetischer Theaterstücke.
In Stra kann man einige Villen besichtigen, wie die Villa Zoldon,
Villa Valier, Villa Draghi, Villa Foscarini und nicht zu
vergessen die sehr imposante und bekannte Villa Pisani, die an
der Biegung des Flusses Naviglio liegt. Dieses historische
Gebäude besteht aus einer damals bewohnten Vorderseite, hat
einen riesigen Park und auf der Rückseite einen Orangenhain. sie
wurde vom Dogen Alvisi Pisani während seiner Herrschaft erbaut,
wurde aber 1736 umstrukturiert; 1807 kaufte Napoleon die Villa
und im Jahre 1934 begegneten sich hier zum ersten Mal Hitler und
Mussolini. Aus dem Erdgeschoß mit seinen mächtigen Säulen hat
man einen Blick auf den Park mit seinen Seen; im ersten Stock
kann man viele Räume besichtigen, in denen allegorische Fresken,
Schlachten und aristokratische Familien zu sehen sind; zu
bewundern ist auch der Tanzsaal mit seiner Bildergalerie. Die
Decke schmückt ein Fresko von G. B. Tiepolo aus dem Jahre 1761,
das die Familie Pisani auf dem Thron darstellt, flankiert von
Höflingen und Allegorien der Künste und Wissenschaften. Die
Parkanlage enthält ein Labyrinth von Buchsbäumen, ein Halbrund
zum Sitzen, einen Pferdestall und einen Aussichtsturm. die
Gemälde von Guarana und F. Canal zeigen die schönen,
Durchsichtigen Farben Tiepolos, in denen Grüntöne vorherrschen.
Nicht zu vergessen sind auch die anderen Villen, u.a. die Villa
Foscari alla Malcontenta, die im Jahre 1571 vom Architekten
Palladio für die Familie Foscari erbaut wurde; leider ist sie
nicht immer für Besucher geöffnet, ist aber auch von Außen
wegen ihres geometrischen Stils sehenswert.

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