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Radtouren durch den Veneto

Eine kurze, steile Bergfahrt und eine einziges Panorama
Kehren, Kurven und Windungen zwischen Malcesine und S. Michele

Die Umgebung

Leider muß in die Umgebung die SS 249 in beide Richtungen in Kauf nehmen; wenn die Fußgelenke noch warm sind, raten wir bis Castalletto di Brenzone und dann links nach Caprino in ein schönes Tal im Schutz des Berges Baldo zu fahren.

Veranstaltungen

Malcesine: Zyklamenfest in Cassone (Anfang August).

Wein- und Speisespezialitäten

Auch wenn heute tropische Früchte bis nach Norwegen gelangen und Sardinen in Trentin angeboten werden, so bleibt Malcesine mit dem See eng verbunden: Weintrauben, Zitronen, Erdbeeren, Oliven, Milchprodukte, Kartoffeln, Geflügel und Kaninchen. Gerichte: "paparele" (Bandnudeln) mit Erbsen in Tomatensauce, Gardaseeforelle, Tellerfleisch in Pfeffersoße, Knoblauchsalami und andere Salamiarten, Forellen, Maräne, Spaghetti mit Gardaseefisch, Olivenöl, Risotto mit Schleie, gegrillte Maräne. Nachtisch: Mandelgebäck, "fritole" (in Öl gebackenes Gebäck) "brassadela", "natalini". Weine: Bardolino, Recioto, Valpollicella, Grappa. Traditionelle Gerichte: Polenta mit "sopressa" (Salamiart), Forellenfilet mit Weintrauben, Rinderzunge mit Steinpilzen; dazu Brandwein von Valpollicelle.

Die Entstehung des Gardasees

Malcesine ist nicht sehr alt, seine Geschichte ist verbunden mit der Geschichte des Ufers und des ganzen Seebeckens! Der Gardasee ist mit einer Länge von 50 km, einer Breite bis zur 18 km und einer Tiefe von346 m bei Maguzzano der größte See Italiens (370 qkm2). Im Osten sieht man den Steilhang der Bergkette des Baldo, der sich bis 2218 m erhebt, im Westen eine Reihe Berge um die 1500 m. Mit 3 km ist der See bei Torbole am engsten und weitet sich bei Desenzano bis 18 km. Die Halbinsel von Sirmione erstreckt sich 4 km in den See. Die Entstehung des Sees ist hydrogeologisch sehr interessant: es handelt sich, wie bei der engen Ebene des Etschtals, um eine Glazialerosion nach dem Mizän von Norden nach Süden durch einen Gletscher , der vom Brenta herab kam. Eine riesige Geröllhalde am See Toblino beweist, daß der Gletscher hier vorbeikam. Von Salò bis Peschiera und dann bis zu den Hügeln von Custoza, die für ihren Weißwein bekannt sind, erstrecken sich die Endmöranen des Gletschers. Im westlichen Teil herrscht Kalkstein vor, im östlichen Porphyr und Granite aus dem oberen Etschtal. Früher waren hier Torflager typisch, die dort entstanden, wo sich südlich des Sees Sumpfflächen gebildet hatten. Die Winde, die zu verschiedenen Tageszeiten mit unterschiedlicher Stärke wehen, schaffen ein Paradies für Segler und Bootfahrer. Sie haben vielen Namen: Ora, Ander, Sesse, Corif. Geschätzt werden die Seefische, wie z.B. die Gardaseeforelle, der Hecht, die Forelle "alborella", Schleie, Döbel und Barbe. Der See erhielt seinen Namen im Mittelalter (im Altertum wurde er von Vergil und Cattul "Benacus" genannt) als Karl der Große die kleine Stadt Garda zur Grafstadt erhob. Malcesine, das zwischen dem Baldo und dem Wasser eingeschlossen liegt, gehörte König Berengar und dann die Kirche von Verona. Die Herren von Verona, die Scaligeri verstärkten 1227 die Mauern und die Burg. Der "Palazzo dei Capitani del Lago" (Palast der Seekapitäne) (1500) hat schöne Zimmer mit Fresken, ferner die Burg (14 Jh) mit Anbauten (17 Jh) . Hier war einst der Dichter W. Goethe Gefangener. Auf seiner Reise durch Italien fertigte er Skizzen interessanter Orte an, und als er die Burg von einem Boot auszeichnete, wurde er für einen ausländischen Spion gehalten. Im Museum sind Erinnerungsstücke der Seeschlacht des Jahres 1438 bei Riva aufbewahrt, denn interessant war die Durchführung. Mit 2000 Ochsen wurden ca. 30 Kriegsschiffe auf Holzrollen von Venedig bis zum See transportiert, und Venedig gewann mit Intelligenz und Phantasie. Von Malcesine kann man auf dem Berg Baldo fahren. Er ist eine Oase einer großartigen Vegetation, die hier isoliert durch den Gletscher einmalige Exemplare aufweist, die geschützt sind




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