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Radtouren durch den VenetoUnberührte Natur an den Ufern des Gardasees
Von Bardolino nach Garda über Cavaion und Costeramo
Die Umgebung
Auf dieser kurzen fahrt könne wir eine weitere leichte Route
über die grünen Hügel wählen: von Affi fahren wir in Richtung
Rivoli, aber nach 2 km biegen wir nach rechts ab, überqueren die
Etsch und in Donegliara fahren wir am gegenüberliegenden Berg
hinauf und kommen nach S. Giorgio di Valpolicella. Die steile
Bergfahrt endet an der Kirche des Dorfes. Von dort können wir
den Blick auf die weite Landschaft und die Reihe von
Festungsanlagen genießen, die im Krieg den Zugang ins Etschtal
versperrten.
Veranstaltungen
Sardinenfest in Pal di Vor (Juli), Maria Himmelfahrtfest und
Palio der Stadtviertel (Mitte August), Fest des Heiligen Bernardo
(Mitte August)
Wein- und
Speisespezialitäten
Der See und seine Umgebung liefern reichlich Fisch und Obst,
die Küche wird auch von den mantuanischen Reisfeldern und den
nahen Bergen beeinflußt. Typische Gerichte: "Risotto alla
pilota", "gnocchi" (Kartoffelklößchen),
"pastizzada de caval" (Pferdefleischpasteten),
Bandnudeln mit Erbsen und Tomatensoße, Polenta, Gardaseeforelle,
gemischtes Tellerfleisch in "peara"-Soße, Risotto mit
Schleie, Rindfleisch und Schlackwurst, Salamispezialitäten,
roher und gekochter Schinken, Maräne und Forelle vom Grill,
Weintrauben, Spaghetti mit Fisch, roter Chicorée. Nachtisch:
"nadalin", (Blätterteiggebäck), "pandoro"
(Hefeteiggebäck), Mandelgebäck, "focaccia all`uva
(Fladengebäck mit Weintrauben), "bassadella",
"fritole" (fritierte Backwaren). Weine: Bardolino,
Recioto, Valpolicella, Rotwein von den Veroneser Hügeln.
Kunst und Geschichte
Alle Orte am Seeufer sind alte Fischerdörfer, die nach der
Eiszeit entstanden sind; wahrscheinlich wurden viele Jäger und
Hirtennomaden seßhaft und ließen sich als Ackerbauern oder
Fischer am See nieder. Ein Verbindungsweg zwischen Norden und
Süden wurde auf verschiedenen Hochebenen, wie auf dem Bondone,
la Paganella und dem Brento entdeckt, wie uns Lager- und
Jagdbeutereste zeigen.
Garda, Bardolino, Lazise, Malcesine sind sich sehr ähnlich: ein
kleiner Hafen mit niedrigen Fischerhäuschen und zwei kleine
Plätze, einer an der Hafenmauer für die Entladung und
Verteilung der Fische, der andere im Ort als Marktplatz für
Fisch und landwirtschaftliche Produkte. Garda besitzt ein
Gräberfeld venetischen Ursprungs und auf einigen Felsen finden
sich Zeichnungen und Zeichen, die denen des Val Camonica ähneln;
als von Garda aus die Franken das umliegende Land erobern
wollten, ließ der Marquis von Ivrea, Berengar II., die Königin
Adelaide in der kleinen Burg einschließen; aber dieser gelang
es, in Canossa auf den Burgen von Reggio Emilia, einen sicheren
Zufluchtsort zu finden. 1163 wurde Garda von Barbarossa belagert,
das von seinem Feldherrn Turisendo verteidigt wurde.
In der Kirche von S. Maria Maggiore aus dem 18. Jh., sind ein
Gemälde von Palma dem Jüngeren und eins von F. Paglia
aufbewahrt; in der Sakristei befindet sich ein Fresko der
Jungfrau Maria aus dem Jahre 1450 und ein Altar aus dem 10 Jh.,
sehenswert sind auch ein Kloster aus dem 15. Jh. und ein
Tabernakel mit langobardischen Stileinflüssen.
Bardolino, nach dem der Wein benannt ist, der auch in
entfernteren Gegenden angebaut wird, entstand in antiker Zeit,
wie Dokumente in der Kirche S. Zeno in Verona beweisen. Einige
mittelalterliche Reste deuten darauf hin, daß in Garda nicht nur
eine Burganlage bestand; es war eine begehrte Beute sowohl der
Venezianer als auch der Visconti aus Mailand. Nicht weit
außerhalb steht die kleine Kirche S. Zeno aus dem 9.Jh mit
Apsis, Laterne und Tonnengewölbe; die Kirche S. Severio aus dem
Jahre 893 ist romanisch; schön sind die 1000 jährigen Fresken
im Inneren.
Bei Bardolino oder Garda kann man mit dem Fahrrad auf der Fähre
nach Sirmione oder Riva übersetzen und dort ein Stück am See
entlang fahren; wir raten dringend davon ab im Juli und August
den ganzen See zu umfahren, da dies der starke Autoverkehr
unmöglich macht und den Genuß dieser Tour verderben würde; die
beste Zeit für eine Rundfahrt ist der September, wenn der
lauwarme See noch die umgebende Luft erwärmt.

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