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Schloß Wolfsthurn - Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei
Im Sommer 1996 wurde auf Schloß Wolfsthurn bei Mareit nach
fünfjährigen Vorbereitung, Bau- und Sanierungsarbeiten das
Südtiroler Museum für Jagd und Fischerei eröffnet. Diesen
Arbeiten geht ein Vertrag voraus, der 1991 zwischen dem
Schloßbesitzer Robert von Sternbach und dem Land Südtirol
geschlossen wurde und der dem Land das Gebrauchsrecht über
fünfzehn Jahre für den Hauptflügel des Schlosses sichert;
dafür übernimmt das Land die Sanierung für das Schloß.
Schloß Wolfsthurn ist eine barocke Schloßanlage, die von 1741
von Freiherr Franz Andreas von Sternbach erbaut wurde. Mit den
beiden mächtigen Seitentürmen und der streng gegliederten
barocken Fassade bietet das Schloß bereits vom Tal aus gesehen
eine imposanten Anblick.
Im Hauptflügel des Schlosses, der für die Besucher zugänglich
ist, sind auf zwei Stockwerken zwei Ausstellungen untergebracht:
Im 1. Stock befindet sich die Jagd- und Fischereiausstellung.
Jagd und Fischerei werden hier nicht aus rein naturhistorischer,
sondern vielmehr aus kulturhistorischer Sicht betrachtet. Das
bedeutet, daß dem Besucher keine Hegeschau oder Trophäenschau
geboten wird, sondern daß die Jagt das Teil der
Kulturgeschichte, der Volkskunde verstanden und präsentiert wird
(das Jagd- und Fischereimuseum gehört ja - wie auch das
Weinmuseum in Kaltern - zum Volkskundemuseum in Dietenheim).
Neben präparierten Tieren finden sich deshalb auch verschiedene
Jagdwaffen (Armbrüste, Hirschfänger, Radschloßpuffer,
Wildererstutzen), Faller Pulverhörner, aber auch Gegenstände
der Volkskunst wie Schnupftabakdosen, Trinkbecher,
Hirschhornschmuck, Keramikschüsseln die mit Jagd- und
Wildmotiven geschmückt sind.
In den tiervetrinen sind die in Südtirol am häufigsten
vorkommenden (und jagdbaren) Tiere zu sehen, jeweils in der
Landschaft, in der sie gejagt werden. Ein informativer Film über
die Jagd in Südtirol rundet diese Ausstellung im 1. Stock ab.
Im 2. Stock kann der Besucher einen Rundgang durch die
Prunkräume des Schlosses machen. Alle Möbel, Bilder und
Einrichtungsgegenstände in diesem Teil des Schosses gehören zum
originalen Schloßinventar, einige Bilder, aber auch die
Hirschtrophäen mit geschnitzten Hirschköpfen stammen aus dem
17. Jahrhundert, daß heißt sie befanden sich bereits in der
gotischen Burganlage von Wolfsthurn, dem Vorgängerbau des
heutigen Schlosses.
Die einzelnen Zimmer sind prächtig ausgestattet: Stuck und
Pastellfarben am Oberboden, an den Wänden Verlourtapeten des 19.
Jahrhunderts, Rokokoöfen aus Fayence und Möbel aus
verschiedenen Epochen. Einen ganz besonderen Wandschmuck haben
die zwei mittleren Zimmer vorzuweisen: Sie sind ganz mit grobem
Rupfentuch ausgekleidet, auf das in Temperafarben die Szenen
einer adeligen Jagd aufgemalt sind.
Die Schloßkapelle, die als einer der schönsten barocken Räume
im Tiroler Raum gilt, ist für den Museumsbesucher nicht
zugänglich - man kann allerdings vom 1. und vom 2. Stock aus
einen Blick in das Kapelleninnere werfen.
Zugang zum Museum: Vom Dorf aus führt ein Fußweg den Schloßhügel hinauf, zum Eingang an der Talseite; durch einen Torturm betritt der Besucher die Schloßanlage. Für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer besteht die Möglichkeit, mit dem PKW an den Hintereingang des Schlosses zu fahren und von dort in das Museum zu gelangen. Im Schloß befindet sich ein Aufzug.
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Da alle Informationen hier im Internet veröffentlicht sind einschl. Veranstaltungen, Wetter- und Wintersportbericht und zusätzlich sogar gestreamte Videos aufgenommen wurden, ist der Versand von Prospekten nicht mehr vorgesehen, denn diese bieten eher weniger und man muss 10 bis 14 Tage darauf warten. Die im Internet aufgenommenen Hotels senden Ihnen auf e-Mail-Anforderung eigene Prospekte zu, auch wenn Sie alle Informationen bereits im Internet finden. |