Der Jiuzhaigou Nationalpark -
Urwälder, Panda-Wildnis und unendliche Seenlandschaft

In den 70er Jahren stach ein Bauer in Xi`an einer bestimmten Stelle in die Erde und brachte durch reinen Zufall einen archäologischen Jahrhundertfund ans Tageslicht.. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde das Naturwunder von Jiuzhaigou (Ausssprache: Dschizaigou)für die Außenwelt entdeckt.. Heute ist die Gebirgs- und Seenlandschaft, in der auch der Große Panda in Wildnis lebt, in ganz China bekannt.

1980 wurde erstmals eine Landschafts- und Naturschutzbehörde eingerichtet, die mit dem Amt für Tourismus von Jiuzhaigou zusammenarbeitet und eine Infrastruktur nach dem Modell des sanften Tourismus geschaffen hat . Seitdem sind die Pforten für Naturliebhaber offiziell geöffnet.

Lage von Jiuzhaigou

Im Norden Sichuans verläuft das 60.000 qm große Areal auf 80 km Länge vom Norden der Provinz Sichuan bis an die Grenze Tibets. Fünf Regionen des riesigen Areals sind als Nationalparks und Naturschutzgebiet ausgezeichnet worden.
Trotz unterschiedlichster Vegetationen und Bergwelt weist das Areal dennoch ein relativ einheitliches, gemäßigtes Gebirgsklima auf. Jiuzhaigou kann das ganze Jahr über bereist werden.

Wenn China als Wiege der Weltkultur angesehen wird, so kann man diesem, noch weitestgehend unbekannten Naturschutzgebiet ebenso wahrhaftigen Charakter zusprechen: Im Süden des Naturparks gelangt man z.T. auf unauffälligen Bambusstegen zu jade- und goldfarbenen Kalktrassen, an tiefblaue - in Seen eingetauchte Grasländer, zu Misch- und Pinienwäldern der Urzeit. Jiuzhaigou beheimatet eine seltene Tierwelt , reißende flache Gewässer fließen („Jinsapudi" chin. = mit goldenem Sand übersäter Boden) bei Huanglong (chin. = gelber Drache) und Wasserfälle, die z.T. über riesige Areale erstrecken und ineinander. Die Landschaftsbild variiert alle 100 Meter, so daß Jiuzhaigou als „natürlichen Botanischen und Zoologischen Gartens" beschrieben werden kann.

Im Norden bewandert man urzeitliche Gletscherformierungen, endlose Schluchten und der Blick schweift immer wieder auf das dramatische Gebirgspanorama , auf die 4.500 Meter hohen Schneegipfel, die manchmal an die Landschaft Kanadas erinnern.

Jiuzhaigou beheimatet eine seltene Tierwelt, wie den „Goldenen Affen", den Großen Panda (Ailurus Fulgens) Gebirgsziegen (Naemorhedus Goral), Blauohren-Fasane und Leoparden. Es ist eine versteckte Tierwelt, die von den äußeren Eingriffen, wie dem Tourismus geschützt werden muß.
Auch Menschen haben sich hier angesiedelt vor vielen 100 Jahren. Die tibetische Grenzminorität hat ihre über 500 Jahre alte Kultur und ihre Überlebensformen und alten Traditionen bis in die Gegenwart getragen.


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