![]() | Die Verbotene Stadt |
Der größte Palastkomplex der Welt

9000 Räume, 723633 Quadratmeter Mauerwerk, 12 Millionen Ziegelsteine. Die verbotene Stadt bricht alle Rekorde unter den Kaiserhöfen dieser Erde. Fast 500 Jahre lang war die verbotene Stadt der Hofstaat und die Residenz der chinesischen Kaiser-Dynastien. Die Stadt erzählt viele, zum Teil groteske Geschichten. Diese Geschichte handeln nicht immer um die Person des Kaisers. Die Geschichten aus der verbotenen Stadt sind der immaterielle Schatz, den die hohen Palastmauern umgebehn. Der materielle Reichtum des Palastinneren sprengt ebenso die Vorstellungskraft. Es finden sich darin die größten Kunstschätze Chinas: Antiquitäten, Jade, Porzellan und Kuriositäten, wie kaiserliches Spielzeug.
Der Kaiserpalast besteht aus einer Vielzahl sakraler Stätten. Gemäß der chinesischen Tradition sind das
buddhistisch-geprägte Hallen, Pavillons und Gartenanlagen. Die verbotene Stadt trägt - wie alte Kaisergräber - die Struktur
eines Labyrinths. Niemand sollte vordringen bis zum Himmelssohn. Niemals sollte der Himmelssohn nach außen gelangen.
Die abgeschottete Rolle des Kaisers erscheint im Vergleich mit der Tradition europäischer Kaiserhäuser noch verständlich.
Was allerdings unsere Vorstellungskraft sprengt, betrifft dasPalastmanagement". Vom der niedrigsten bis zur obersten
hierarchischen Position bestand der kaiserliche Hof nur aus einer einzigen männlichen Person. Mit Ausnahme von Besuchern
und Außendelegierten, lebten in dem Palast der Kaiser mit einer großen Anzahl von Frauen, Gespielinnen und seinen
Eunuchen, die mitunter. Zeitweilig hatten einzelne mächtige Eunuchen das inoffizielle Regiment und übten ihre Macht auch
außerhalb der Palastmauern aus.
Eine Palastgeschichte erzählt vom Eunuchen Zheng He (Beginn der Ming-Dynastie 14. Jhd.), einem Mohammedaner aus Yunnan, einer der führenden Persönlichkeiten des chiinesischen Militärs und Expeditionsleiter bis nach Afrika. Zheng He wurden zum Kommandanten und Hautgesannten für die islamischen Länder Ostafrikas und Galionsfigur für die Verbreitung chinesischer Kultur und Ausbau seiner Handelsposition in Südostasien und Südindiens. Mit seinen Expeditionen manifestierte sich Chinas Vormachtstellung als asiatische Seemacht.
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